Soll man von seiner Arbeit leben können?

Da ist sie wieder, die Debatte über die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns. Oder war sie nie weg? Nach dem nun auch die CDU - wohl sich des christlichen “C” in ihrem Parteikürzel erinnernd - über den Mindestlohn debattiert, kommt von dem Vizevorsitzenden Michelbach (CSU) der Mittelstandsvereinigung der Union heftig Kritik.:

“…eine allgemein verbindliche Lohnuntergrenze sei ordnungspolitisch nicht vertretbar. Ein branchenübergreifender Mindestlohn widerspreche den Prinzipien der Marktwirtschaft.” (im Kölner Stadt-Anzeiger)

Herr Michelbach spricht über die Prinzipien der Marktwirtschaft, was er nicht erwähnt, sind die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft. Erstere entsprechen lediglich dem blanken Kapitalismus; letztere für eine geregelte Arbeitswelt, in welcher die Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Einklang stehen (sollen).

Mindestlohn heißt doch letztlich nichts anderes, als zumindest den Lohn für seine Arbeit zu erhalten, damit man auch davon seine Existenz bestreiten kann. Hier gibt es an sich keine zwei Meinungen. Diese Ansicht ist sozial, christlich und entspricht der Menschenwürde! Tja, und wer dagegen ist?!?

Wie sagte doch der Kabarettist Volker Pispers so schön:

“[…] Mindestlohn hat nichts mit Ökonomie zu tun, sondern mit den letzten Resten menschlichen Anstands in einer Überflussgesellschaft. […]Entweder Sie sind für den Mindestlohn oder Sie sind ein Arschloch! Und wenn Sie dann noch behaupten, dass Mindestlöhne Arbeitsplätze kosten würden, dann sind sie sogar ein dummes Arschloch!” (Volker Pispers)

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